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Das Projekt

Auslöser und Anreger

zum Handeln

Das Dazwischen lebt. Es kann besetzt, verludert, ignoriert – aber auch aufgewertet, gehegt und gepflegt werden. Die Grenzen des Zwischenraums sind verhandelbar und verschieben sich permanent.

 

Eine Veranstaltungsreihe mit Erkundungsgängen hatte zum Ziel, die Wahrnehmung für diese Orte zu sensibilisieren, den kreativen Dialog zwischen den verschiedenen Protagonisten zu fördern und zu einem vielfältigen Gebrauch des Dazwischen anzuregen. Die Dokumentation in Form eines Albums soll Anstoss für Folgeprojekte sein, die wirksam in

das Wohnumfeld eingreifen.

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Die Thesen

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Diskussion über die Verdichtung des Wohnumfeldes in urbanen Räumen am Beispiel von Zürich. Grundrissen und Fassaden messen wir heute in der Planung bedeutendes Gewicht bei. Doch wie werden die Zwischenräume geplant, wahrgenommen und genutzt? Was ermöglichen oder verhindern sie?

 

Das Projekt will die Wahrnehmung für das Dazwischen stärken, für Nutzungsangebote und räumliche Elemente sensibilisieren, auf unsichtbare und sichtbare Schwellen und Schranken hinweisen, die den Raum zwischen privat und öffentlich gliedern.

 

Das Projekt lädt ein zur Erkundung derjenigen Bereiche, die nicht eindeutig dem Privaten, aber auch nicht der Öffentlichkeit zugeordnet werden können. Dieser Bereich birgt das Potenzial zur gemeinschaftlichen Nutzung in sich.

Das prozessorientierte Projekt ist als Folge von vier Veranstaltungen angelegt. Drei davon waren als Gesprächsrunden mit Experten konzipiert. An einer Schlussveranstaltung wurden die Erkenntnisse zusammengefasst. Erkundungsgänge vor Ort inspirierten die Gesprächsrunden und lieferten Anschauungsmaterial. Entsprechend wurden auch die Lokalitäten quartierspezifisch für die Veranstaltungen gewählt sowie die Jahreszeiten und ihren Einfluss auf die Aktivitäten im halböffentlichen Raum berücksichtigt.

Wir verstehen die Konstruktion von Übergangsräumen als umfassende soziale und gestalterische Aktivität, die sich auf drei Ebenen abspielt: der Wahrnehmung, der Gestaltung und auch in der Aneignung von Raum. Benutzer und Bewohner, Architekten und Landschaftsplaner, Hausbesitzer und Hauspfleger sowie Jung und Alt sind unsere Adressaten und Experten zugleich. Wir gehen davon aus, dass die subjektive Sicht im Übergang vom Privaten ins Öffentliche die Eigenverantwortung für das Wohnumfeld stärkt. Umgekehrt nimmt der Blick vom Öffentlichen hin zum privaten Wohnbereich die politische Verantwortung ins Visier und zielt auf gemeinschaftliches, institutionelles Handeln. Beide Sichtweisen erhalten im Projekt Raum.

Die Zielsetzung

Die Veranstaltungen